Was ist Business-Simulation?

Die Definition ist vielfältig. Prozesssimulation mittels entsprechender Werkzeuge ist eines, Szenarienanalyse mittels Predictive Analytics Methoden ist eine andere.

Wir definieren Business-Simulation als eine Methode, um das nichtlineare Verhalten komplexer Unternehmenssituationen zu verstehen. Wir tun das unter Anwendung von system dynamics-Methoden. Dies ist ein Verfahren und eine mathematische Modellierung die in den 1950er Jahren von Jay Forrester im Massachusetts Institute of Technology (MIT) – MIT Sloan School of Management – entwickelt wurde.

Die beschreibenden Element sind:
Lager – z.B. ein Materiallager oder ein Gelddepot.
Fluß – z.B. Cash flow oder der Versand von Material.
Rückkopplungsschleifen – z.B. Kundenverhalten auf schlechte Materialqualität.
Zeitverzögerung – z.B. Verzögerungen zwischen Produktideen und erster Produktauslieferung.

Mit diesen vier Elementen kann das Modell als „causal loop diagram“ entwickelt werden.

Beispiel eines einfachen Inventarmodells
Inventory Causal Loop Diagram

Causal Loop Diagram (Quelle: Powersim 10 Studio screenshot)

Das linke Bild zeigt ein einfaches Inventarmodell basierend auf Powersim´s Tutorial. Das Diagramm zeigt zwei balancierende (oder negative) Rückkopplungen (B1, B2) und zwei verstärkende (oder positive) Rückkopplungen (R1, R2).

B1 ist eine balancierende Rückkopplung welche die Kausalbeziehung zwischen erhaltenen Aufträgen und Inventarstand zeigt.
B2 ist ebenfalls eine balancierende Rückkopplung zwischen Inventarstand und durchgeführten Versendungen.
R1 ist eine verstärkende Rückkopplung zwischen Versand, gewünschtem Lagerstand, Lagerstandsanpassungen und erhaltenen Aufträgen.
R2 ist ebenfalls eine verstärkende Rückkopplung zwischen Versand, durchschnittlichem Versand und Aufträgen.

Das rechte Bild zeigt das komplette Modell. Es sieht komplizierter aus, als es ist.

Time to place orders, Time to average shipments and Desired inventory coverage bilden die Eingabemöglichkeit per Schieberegler ab.

Alle anderen (Kreise) Elemente beinhalten Formeln, die Eingabe- und Ausgabebeziehungen abbilden, je nach Pfeilrichtung.

Die Linien zwischen den Rechtecken und Kreisen definieren diese Beziehungen und Rückkopplungen.

Die Formeln sind einfach zu lesen („Gewünschter Inventarstand“ – „Ist Inventarstand“) / („Zeit für Inventaranpassungen“).

Full Model

Detaillierung des Inventarmodells (Quelle: Powersim 10 Studio screenshot)

Inventory Model Output

Cockpit für die Simulation (Quelle: Powersim 10 Studio screenshot)

Das Modell ist so gestaltet, dass Anwender per Schieberegler die Parameter verändern können (links im Bild). Der Ergebnisverlauf von Inventar und Aufträgen ist rechts im Bild dargestellt.

Unser Beitrag

Mathematische Modellierung

Sobald wir gemeinsam die treibenden Elemente Ihres Geschäftes und die Beziehungen zwischen den verschiedenen Abteilungen analysiert haben, können wir das mathematische Modell entwickeln und es mit Ihren historischen Daten verbinden.

Zur Sicherheit gestalten wir die Modellierung immer so, dass die Vorhersage des Modells mit den realen historischen Ergebnissen verglichen werden kann. Dies gewährleistet die gewünschte Genauigkeit.